

Im Jahre 1071, der Name Görlitz wird erstmalig in einer Urkunde erwähnt, als Kaiser Heinrich IV die beim Dorf Gorelec gelegenen acht Königshufen dem Bistum Meißen Bischof Benno schenkt. 1076 die Oberlausitz geht als Lehen an Böhmen.
Um das Jahr 1220 Entstehung des östlichen Teiles der Altstadt entlang der Neiße am Fuße einer Burg, die den Neißeübergang sowie das Straßenkreuz Thüringen-Schlesien (Hohe Straße) und Böhmen-Ostsee deckte, unregelmäßige Anlage mit dem Untermarkt als Zentrum.
In der Mitte des 13. Jh. planmäßige Erbauung des westlichen Teiles der Altstadt, regelmäßiges Straßengitternetz, im Zentrum des lang gestreckten Obermarktes. Im Jahre 1234 Gründung der Franziskaner - Klosterkirche (Oberkirche). Seit dem ausgehenden 13. Jh. Anlage einer starken Befestigung (Doppelmauer mit zahlreichen Mauertürmen und Wiekhäusern). Nach 1286 erfolgt die Erweiterung der Stadt rund um den heutigen Obermarkt. Sie erreicht damit jene Begrenzung, die sie für 600 Jahre bewahren sollte. Im Jahre 1303 erhielt Görlitz durch den Markgrafen von Brandenburg das Stadtrecht verliehen.
Gegen Ende des 13. Jh. Ausbildung der bürgerlichen Selbstverwaltung. 1329. Gerichtsbarkeit, Münzrecht und Salzstapel. 1339 wird der Stadt das Stapelrecht für Waid verliehen. 1346 erfolgt die Gründung des Oberlausitzer Sechsstädtebundes Görlitz, Bautzen, Löbau, Zittau, Kamenz und Lauban. Der "Sechsstädtebund" war ein Bund zum Schutz der Handelswege in der Oberlausitz, er sollte aber auch die politische Macht des Bürgertums der Städte gegen den Adel stärken.